Beschreibung
Worum es geht
Kinder und Kunst stehen im Mittelpunkt unseres Projekts. „Powerstation Art“ heisst: das Einsetzen der eigenen Kreativität als wichtiges Element bei der Integration in unserer Gesellschaft. Es ist ein bilaterales Kulturprogram zwischen der Schweiz und den Niederlanden.
Eine alte Tradition
Das Projekt „Powerstation Art“ bezieht sich an einen alten Brauch der Bewohner des südlich von Sierre gelegenen Val d`Anniviers (Anni = Jahr, Via = Weg). In diesem Seitental des Kantons Wallis siedelte sich im 15. Jahrhundert ein Nomadenvolk an: die Annivarden. Das lange schwer zugängliche Tal liess eine autarke Lebensgemeinschaft entstehen. Aus diesem Tal stammt die Tradition, bei der Geburt eines Kindes einen Käse herzustellen. Der Lebensweg des Kindes verläuft parallel mit dem Käsereifungsprozess.
Ein Käse als Metapher
Am Tag der Lancierung wird in Gstaad / Saanen, in Anwesenheit der Kinder und ihrer Eltern, ein Käse hergestellt. In den Käseleib werden die Namen der beteiligten Kinder eingeprägt. Hiermit verbinden wir den Käse-Reifungsprozess mit dem menschlichen Reifeprozess bis zur Mündigkeit. Die Käsetaufe markiert ausserdem der Anfang eines gegenseitigen Kennenlernens.
Die Kinder
Mit diesem Projekt bieten wir sieben Schweizer und sieben Niederländischen Kindern eine Kommunikationsebene für die nächsten sechzehn Jahre an. Die ausgewählten Kinder sind alle in 2004 geboren. Es sind Kinder mit schweizerischer, niederländischer, mazedonischer, türkischer, surinamscher, irakerischer und tibetanischer Herkunft.
Die Rolle der Teilnehmer
Bis zum feierlichen Abschluss im Jahre 2022 in Gstaad / Saanen, wird dieses Projekt von dutchartdesk.ch begleitet und mit Unterstützung der Kunst weiterentwickelt. Die Eltern werden jedes Jahr einen Jahresbericht mit den wichtigsten Ereignissen in der Entwicklung ihres Kindes liefern. dutchartdesk.ch wird aus dieser Information eine Dokumentation erstellen.
Die Rolle der Kunst
„Powerstation Art“ bietet eine kulturelle Plattform, das Thema Migration in den Niederlanden und der Schweiz zu diskutieren. Diese Diskussion wird in Kulturveranstaltungen und Symposien für die Öffentlichkeit sichtbar gemacht. Die Kinder bekommen für eine Periode von zwei Jahren je einen “Kulturpaten” aus den Niederlanden und der Schweiz. Als “Kulturpaten” werden Künstler angefragt, die das kulturelle Klima ihrer neuen Heimat bereichern und mitprägen. Der kulturelle Bereich, in dem sie tätig sind, ist mit dem Thema der Gstaader Gespräche eng verbunden. Das Grundthema des Projekts “Powerstation Art” ist die eigene Kreativität als Mittel der Integration.

